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Der verlorene Weltkrieg stellte eine tiefgreifende Zäsur dar, welche die gesamte Nation ergriff. Die wirtschaftlich schlechte Lage des Reiches unter dem Druck der hohen Reparationen, die Abtretung großer Gebiete des Reiches und der Kolonien und der Versailler Vertrag, in dem Deutschland die vollständige Kriegsschuld zugewiesen wurde, hinterließen ein Gefühl der Demütigung und eine tiefe Depression im kollektiven Gedächtnis der Bevölkerung. Diese Gefühlslage führte zu Trotzreaktionen in der Studentenschaft. Der Ton in den Verbindungen wurde nationalistischer. Farbenführende Vereine wandelten sich in farbentragende Korporationen um und gaben Satisfaktion. Die Mensur wurde in diesem Kontext zum Symbol deutscher Wehrhaftigkeit erhoben und die Anzahl der geschlagenen Partien stieg.

In Mittweida gab die Mehrzahl der Verbindungen nun Satisfaktion auf Säbel. Bestimmungsmensuren wurden mit dem Korbschläger ausgefochten und auf eine Anzahl von 3 Partien (Fuchsen-, Burschen- und Inaktivierungspartie) festgelegt. Tatsächlich fochten einzelne Bünde zeitweilig 5-7 Pflichtpartien. Auch die Anzahl der Gänge bei Bestimmungsmensuren wurde ab 1923 von 15 auf 60 erhöht.

Der MPC der nach dem Krieg wieder entstand erhob die unbedingte Satisfaktion zum Verbandsprinzip. Im SS 1909 rekonstituierte auch der Mittweidaer Chargierten-Convent.
Am 10. Juni 1920 wurde der Mittweidaer-Senioren-Convent gegründet. Dabei ist nicht klar, ob dieser durch die beiden bestehenden Cartellverbände MCC und MPC gegründet wurde oder durch deren Mitgliedskorporationen. Der MSC sollte ein „reiner Wirtschaftsverband" mit dem Zweck „der Herbeiführung eines einheitlichen Zusammenwirkens" sein.

Der MSC vereinte die bereits bestehenden lokalen Cartelle und Verbände es bestand 1931/32 aus:

1.dem Mittweidaer Präsiden-Convent (gegr. 19. Februar 1895)

Bestehend aus: Alemannia, W.V. Fidelitas, Landsmannschaft Rheno-Guestphalia, Landsmannschaft Badenia, Landsmannschaft Nordmark, Landsmannschaft Saxonia